NPG goes Russia

Hast du schon einmal an einem Austausch teilgenommen? Wenn nein, solltest du dich auf jeden Fall bei der nächsten Gelegenheit trauen.

Vor kurzem haben wir an dem Russland-Austausch teilgenommen und möchten euch  unsere Erfahrungen schildern.  Während der Anreise waren wir sehr aufgeregt, da wir weder unsere Gastgeber noch unsere Mitreisenden kannten. Für manche von uns war es sogar der erste Flug. Als wir schließlich in Russland gelandet waren, wurden wir freundlich von zwei russischen Lehrerinnen begrüßt, die uns zur Schule begleiteten. Dort empfing man uns mit Brot und Salz, der russischen Gästetradition. Auch unsere russischen Austauschpartner begrüßten uns, an allen Fenstern konnten wir die russischen Schüler sehen, die uns neugierig beobachteten. Das war schon etwas einschüchternd. Wir lernten unsere Austauschpartner kurz kennen, bevor die Austauscheltern kamen, um uns abzuholen. Alle deutschen Schüler, die am Austausch beteiligt waren, bestätigten uns, dass die Gasteltern superlieb und freundlich waren, die uns zwei beherbergten. Die Familien bereiteten uns köstliche Gerichte zu. Wir wurden ständig aufgefordert, unsere Teller aufzufüllen. Man kann den Russen wirklich schwer verständlich machen. dass man nur wenig essen möchte und satt ist, denn Gastfreundschaft wird bei den Russen sehr groß geschrieben. Fragt man nach Tee, werden sofort Kekse, Schokolade und Weiteres dazu gereicht. Die Russen erwarten dafür keinen Dank, sondern sehen diese Verhaltensweise als selbstverständlich an. Natürlich haben auch wir Gastgeschenke mitgebracht, aber wir wurden neben der Gastfreundschaft reichlich von den Familien beschenkt. So wurden wir in jedem Geschäft von unseren Austauschpartnern eingeladen.

Einen kleinen Kritikpunkt haben wir an der Planung. Das Programm war voll mit Plätzen, Fahrten zu Schiff und Museen, sodass wir keine freie Zeit zum Erkunden von Städten hatten. Besser wäre es die Zeit zu nutzen um die russischen Schüler noch näher kennenzulernen.

Die russischen Lehrer haben das Programm geplant und wollten uns wohl alles zeigen. Erst als Frau Kall ihnen verständlich machte, dass wir gerne mehr Freizeit hätten, kamen sie uns entgegen und wir konnten so unsere Austauschpartner besser kennenlernen. Abends trafen wir uns, Partner und Deutsche, gingen spazieren oder etwas essen. Diese lustigen und schönen Momente brachten uns enger zusammen und Freundschaften sind entstanden, sodass uns der Abschied schwer fiel. Wir freuen uns alle sehr auf den Gegenbesuch der russischen Schüler im nächsten Jahr.

Wenn du bisher noch nicht an eine Teilnahme beim Russland-Austausch gedacht hast, haben wir dich hoffentlich neugierig gemacht und auch deine Bedenken ausgeräumt.  Wir, auch die deutschen Schüler, haben uns schnell aneinander gewöhnt. Falls ihr euch wegen der Sprache Sorgen macht, so können wir zur Beruhigung mitteilen, dass immer mindestens einer der teilnehmenden Schüler die russische Sprache beherrscht und dir so helfen kann zu übersetzen. Dieses Mal nahmen vier Schüler die russisch sprechen konnten teil. Wer kein Russisch kann, versucht es mit Englisch oder setzt den Google Übersetzer ein.

Celina und Anastasia

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